Teil eines Werkes 
2. Th. (1818)
Entstehung
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Der Weg iſt dunkel, mein Herz bebt, zwei Mal habe ich ſchon den Becher an die Lip⸗ pen geſetzt. Es uͤberfaͤllt mich eine Angſt. Ich wollte noch an Thereſe und Herrmann ſchreiben, aber ich kann nicht, die Hand zit⸗ tert mir. Ich will noch einmal hinunter in den Garten; ich will mir Muth und Staͤr⸗ ke erflehen, meine Seele dem empfehlen, der Blumen und Gifte ſchuf; vom Gebete ge⸗ ſtaͤrkt will ich dann trinken und ſterben.

Großer Gott, was iſt geſchehen, der Giftbecher iſt geleert. Thereſe iſt krank, ſie kann nicht ſprechen, der Schmerz zerreißt ihr Innerſtes. Charlotte behauptet, die Limona⸗ de weggegoſſen zu haben, weil ſie wolkig nnd unrein ausgeſehen habe, und dieß iſt meine einzige Beruhigung. Ich glaubte im erſten Schreck, Therefe ſey in meinem Zimmer ge⸗ weſen, und habe, um ſich zu kuͤhlen, Limona⸗ de getrunken.

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