be umfangen, der meinem Herzen das theuer⸗ ſte war. Nein, das kaun ich nicht! Ich kann es nicht! Und doch habe ich zugeſagt, denn er, ſagte Thereſe, wuͤnſcht recht herz⸗ lich, daß ich ſie begleite. Er wuͤnſcht es, es iſt ſein erſter Wunſch, den ich ihm erfuͤllen
kann, und doch wird er mir ſo ſchwer; er
kennt den Jammer meiner Leiden nicht. Er
weiß, er ahnet nicht, mit welcher namenlo⸗ ſen Treue ich ihn liebe. Vielleicht— wir
werden uns taͤglich ſehen. Seinem Blicke wird mein tiefer Kummer nicht entgehen;
er wird in die Tiefe meiner Geheimniſſe
dringen, und mich dann wenigſtens bemitlei⸗ den. Ungluͤckliche! Zertretene! Daß du mit dem Mitleid der Freundſchaft Dich be⸗ gnuͤgen willſt, wo Dein gluͤhendes Herz Lie⸗ be fordert. Und wenn er nun die furchtba⸗ re Entdeckung gemacht, was gewinne ich da⸗ durch? wird er gluͤcklicher, wenn er ſich von Beiden geliebt weiß? Thereſe oder ich, eine ſteht dann auf der Spitze, und was hat
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