339
ihre Freundin ſcheinen, ich will den Schmerz, der mich langſam toͤdtet, in ſtummer Ver⸗ zweiflung dulden. Nun bluͤht keine Freude fuͤr mich mehr Als er mir an jenem Abend die Hand ſo herzlich druͤckte, da ſank die Sonne meines Lebens hinter die Vorgebirge meiner ſtillen Hoffnungen, und ſie kehrt nie wieder zuruͤck. Es wird Nacht um mich bleiben, ewig dunkle, kalte Nacht. Schreck⸗ liches, freudenloſes Leben!; Aber ich habe es nicht verſchuldet. Der, der meine Tage zaͤhlte, weiß auch ihr Ende; bis dahin will ich ausharren, ohne Klagen, ohne Murren.
Ich ſoll mit. Soll das gluͤckliche Paar auf das Land begleiten; ſoll taͤglich ſehen, wie die Liebenden im Zauber des Genuſſes nur ſich einander gehoͤren, und die ganze uͤbrige Welt vergeſſend, ihr Paradies pflegen und bauen; ich ſoll der einzige ſtille Zeuge ihrer ſeeligen Tage ſeyn, und Thereſe will vor meinem Auge den Mann mit zarter Lie⸗ 22*


