336
im Feuer ſeiner Rede meine Hand, ich ließ
ſie ihm willig, ohne etwas deutlich dabei zu denken; der Onkel ſah mich bedeutend an, ich zog die Hand erroͤthend zuruͤck. Der Onkel laͤchelte, der Graf ſchien weder das Laͤcheln des Onkels, noch mein Erroͤthen zu
bemerken; er fuhr im Geſpraͤch fort, und
ich aͤrgerte mich, daß ich roth geworden war, und daß ich die Hand zuruͤck gezogen hatte.
——
Er liebt mich; ich glaube, er liebt mich.
Er ging heute mit mir allein im Garten. Die Sonne ſenkte ſich hinter den blauen Gebirgen des Horizontes hinab, und vergol⸗ dete die Gipfel der Felſen mit ihrem praͤch⸗ tigen Abendroth. Er ſtand ſinnend vor dem feierlichen Schauſpiel, zog meine Hand an ſeine Lippen, ſahe mir mit Liebe unter die Augen, und druͤckte mir, im ſtillen Erguß ſeiner Empfindungen, die Hand. Ich glaube ich druͤckte ſie ihm wieder; da umſchlang er mich, und rief, ſeiner vergeſſend:„wo Liebe
3½


