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ner, zeichnete waͤhrend des Geſpraͤchs mit V dem Wirth den jungen Werdall ſehr freund⸗ V 6 lich aus, ſagte abſichtlich, daß ſie in den fuͤrſt⸗ lichen Garten gehen werde, und legte bei ih⸗ rer Abſchiedsverbeugung in ihren Blick, den ſie dem Fremden zuwarf, eine ſtillſchweigende Einladung, ihr dahin zu folgen. Den Ring dem Entzuͤckten abzuſchwatzen, war ihr ein Leichtes. Ihre Bemuͤhungen, den Betroge⸗ V nen von Zeit zu Zeit hinzuhalten, gluͤckten ihr vollkommen. Von dem Wirth des Kaſ⸗ feehauſes, bei dem ſie darauf wieder vorſprach, erfuhr ſie Werdall's Wohnung. Durch eine ihrer gemeinern Genoſſinnen ließ ſie ihn und ſeine Gaͤnge beobachten. Sie vermuthete, daß er die wirkliche ſchoͤne Solotaͤnzerin, Blandini, aufſuchen wuͤrde; aber ſie fuͤrchtete davon keine Entdeckung, weil ſie wußte, daß das Maͤdchen durchaus keine Beſuche von fremden jungen Mannsperſonen annahm; als aber einige Zeit hingegangen war, und er ſeinen Beſuch wiederholt hatte, mußte ſie


