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fuͤrchten, am Ende doch die beiden Perſonen ſich gegenuͤber und dann die Geſchichte mit dem Ringe zur Sprache gebracht zu ſehen; ſie ſchrieb alſo an den Uibertölpelten, daß ſie verreiſen werde, um die Entwickelung ihres Spiels weiter hinauszuſchieben.
Das Ballet, in dem Diana auftrat, war ihr ein Strich durch die Rechnung.
Noch ſchlimmer ging es ihr mit dem Ringe ſelbſt. Sie wollte ihn anfaͤnglich vet⸗ kaufen; allein der Juwelier, dem ſie ihn zu⸗ erſt anbot, machte, als er den koſtbaren Ring in der Hand des Maͤdchens erblickte, das er an den Federn zu erkennen ſchien, ein ſo be⸗ denkliches Geſicht, daß ſie in ſeinen Augen zu leſen glaubte, er zweiſte an der Rechtmaͤ⸗ ßigkeit ihres Beſitzes. Sie ging alſo zu ei⸗ nem zweiten Juwelier, den ſie kannte, und log dem vor, ein Freund von ihr, der von Stande ſey, und ſie zuweiten beſuche, und nicht genannt ſeyn wolle, habe ſie erſucht, auf dieſen Ring 1000 Thlr. zu borgen. 11*


