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freundlicher Wehmuth. In die ſuͤße Erinne⸗ rung jener gluͤcklichen Jahre verſunken, durch die Nachricht von dem Tode des geliebten Kindes weich geſtimmt, und uͤberwaͤltigt von unnennbaren Gefuͤhlen, ſank ich mit ſtummen Thraͤnen, der uͤberraſchten Tante in die Arme.
Sie empfing mich in tiefer Trauer. Der Flor an meinem Arme ſagte ihr ſchwei⸗ gend, daß ich ihren Schmerz ſchon kannte; ſie druͤckte mich an das zerriſſene Mutterherz, und ſchluchzte laut.
„O warum kamſt Du nicht,“ ſagte ſie leiſe, und legte ihr verweintes Geſicht auf meine Achſel,„warum kamſt Du nicht ei⸗ nen Monat fruͤher? Da war ich noch gluͤck⸗ lich und reich; da ſtand ich noch in der Mitte meiner beiden Kinder. Ach, mein Freund!“ fuhr ſie fort, und richtete ſich auf, „jetzt hat mir Gott die ganze Haͤlfte meines irdiſchen Gluͤcks genommen. Ich habe ge⸗ murrt! ich habe laut gehadert mit ihmz


