Teil eines Werkes 
6. Bdchn (1820)
Entstehung
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her, ſtellte ſich vor ihr Haus, fror bald zu Eis vor lauter Liebe, ſenkte ſeinen Blick, wenn ſie ihn anſah, war verlegen, wenn er mit ihr ſprach, tanzte mit keiner, als mit ihr) ſuchte und verfolgte ſie uͤberall mit ſeinem Auge, eilte aus der Balkgeſellſchaft, um ſich Babetten zu naͤhern, und ſchuͤttete in deren theilnehmende Bruſt ſeine Liebe, ſeinen Kummer, ſeine Ver⸗ zweiflung aus.

Sie fing jetzt an, Cronhelm mit Schmal⸗ bohm zu vergleichen. Das kluge, das ver⸗ ſtaͤndige Maͤdchen blieb an dem Aeuſſern han⸗ gen. Cronhelms Wagſchaale war in ihren Augen ſchwerer. Figur, Geſichtsbildung, An⸗ ſtand, Tanz, koͤrperliche Gewandheit, von dieſer Seite hatte Cronhelm entſchiedenes Ue⸗ bergewicht. Sie hielt jetzt den armen Schmal⸗ bohm gar keiner Liebe faͤhig. Er war immer ſo natuͤrlich, ſo ruhig, ſo kalt, wenn er mit ihr ſprach. Cronhelm hatte kaum geathmet, wenn ſie ihn nur anſah. Die Leere ſeines Gei⸗ ſtes hielt ſie fuͤr Bloͤdigkeit, fuͤr Befangen⸗