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Sie hatte neben mir geſeſſen und genaͤht. Immer tiefer und tiefer neigte ſich das Geſicht auf die Arbeit, ein paar große Thraͤnen fielen 1 auf die Naͤtherei. Als ich geendet hatte, zog ſie meine Hand an ihr Herz, druͤckte ſie leiſe, ließ mich dann los, und barg ſtill weinend das Geſicht in ihr Tuch. Ich ſaß auf der Folter.
Endlich hatte ſie ſich geſammelt. Leiſe ant⸗ wortete ſie, und ſtockte öfters in der jungfraͤu⸗ lichen Rede. Ich fiel durch. Sie nannte mich einen edlen Mann, ſie nannte meinen Antrag ein Opfer, das ich mir braͤchte, ein gefallenes Maͤdchen wieder auf die Stufe der Achtbaren zu heben, ſie that, als ob ſie durch⸗ aus gar keinen Werth haͤtte; aber ich ſiel doch durch.„Ich weiß„* ſchloß ſie,„daß ich Leß verloren habe, daß er mich nicht mehr lieben kann; daß er mich nicht mehr lieben wird. Aber ich gehoͤre ihm, nur ihm bis zum Tode. Ein Schaͤndlicher hat dies Band zerriſſen. Leß nicht. Ich nicht, bei dem heiligen Gott, der meine Worte hoͤrt, der meine geheimſten Hand⸗
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