Teil eines Werkes 
5. Bdchn (1820)
Entstehung
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Freude gemacht. Eine beſſere Stimmung konnte ich nicht erwarten. Ihre Kleidung be⸗ zeichnete ſogar den Feſttag. Sie hatte ſich ein⸗ fach, aber geſchmackvoll geſchmuͤckt. Sie war heute unbeſchreiblich liebenswuͤrdig, ſie konnte ſogar ſcherzen. Nur als mein Blick einmal auf ihre ſchoͤne Geſtalt fiel, die jetzt ihre eige⸗ nen Reize zu gewinnen anfing, ward ſie roth, ſenkte das Auge, und der Geiſt ihrer Laune war auf einen Augenblick gewichen.

Auf hundert Wegen hatte ich es verſucht, meinem Herzen Luft zu machen. Aber ich konnte den Anfang des Geſpraͤchs, das mein Schickſal entſcheiden ſollte, nicht finden. Ich hatte einen herrlichen Tag verlebt, aber er ko⸗ ſtete mich ein Jahr meines Lebens; denn dies Maͤdchen bloß ſehen, verzehrte Gemuͤth, Herz und Seele. So konnte ich nicht wieder weg. Der Abend ruͤckte ſchon naͤher, ich faßte alſo Muth, bat ſie um zehn Minuten Gehoͤr zu einem ernſten Worte, und ſprach meine Wuͤn⸗ ſche mit Liebe und Herzlichkeit aus.