ja nicht ahnen. Wußte ich ſie doch ſelbſt kaum bis jetzt deutlich. Aber nun traten ſie heraus. Mein Herz erwaͤrmte ſie, ſie wuchſen mir uͤber den Kopf. Die Haͤlfte der Woche war noch nicht beendigt, als ich eins mit mir war,
Johanna meine Hand zu bieten. Das Kind
des Verworfenen unter ihrem Herzen— die Maͤnner ſind grauſame Egoiſten. Wagt doch ein Maͤdchen nie die Frage an den Geliebten, ob ihm in ihren Armen die Himmel des Ge⸗ nuſſes ſich zuerſt oͤffneten. Johanna war ja ſo ſchuldlos an dieſem Falle. Wahrlich, das iſt der Maaßſtab nicht, die Unſchuld zu be⸗ rechnen. Es giebt Maͤdchen, einen kleinen Jungen an der Bruſt, die unſchuldiger, jung⸗ fraͤulicher ſind, als manche Nonne im Ge⸗ maͤuer des unzugaͤnglichen Kloſters. Die Frucht
jenes ungluͤcklichen Augenblicks lag mir nicht
mehr im Wege. Johanna, das reine himmliſche Maͤdchen
mit ihren ſtillen Tugenden, mit ihrem weichen Herzen, mit dem Zauber ihrer Reize ſollte


