Teil eines Werkes 
5. Bdchn (1820)
Entstehung
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nen mit meinen Rennern, dann nahm ich Kou⸗ rierpferde. Punkt acht Uhr Abends ſtand ich vor Luiſen. Hier erfuhr ich Johannens un⸗ gluͤckliche Geſchichte, und nun ſollte ich helfen,

die arme Verſtoßene auf eine anſtaͤndige Weiſe

ſo unterzubringen, daß ſie, ohne gekannt zu ſeyn, dle Entwickelung ihres Schickſals ab⸗ warten konnte. Die Koſten uͤbernahm die edle Luiſe. Ich durchlief die Gallerie meiner

zu ſolchen Verhaͤltniſſen paſſenden Bekannten.

Der Poſtmeiſter Kupfer mit ſeiner ſtillen her⸗ zigen Frau, zwei Meilen von meinem Wohn⸗ ort, waren meine Leute. Die Poſthaͤuſer wa⸗ ren einquartierungsfrei, das paßte in meinen Plan, und das Poſthaus lag vom Staͤdtchen entfernt und ſo iſolirt, daß Johanna hier voͤl⸗ lig unbemerkt bleiben konnte. Wie ich meinen Poſtmeiſter und ſeine Frau kannte, ſchlugen mir die Menſchen meine Bitte um Johanna's Aufnahme gewiß nicht ab.

Luiſe holte jetzt Johanna. Sie hatte das arme Maͤdchen auf mich vorbereitet; ich ſollte