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der einzige Vertraute ihres Geheimniſſes ſeyn. Was mogte Johanna in den letzten Tagen ih⸗ res Lebens gelitten haben! Die ſchoͤne Suͤnde⸗ rinn ſtand mit geſenktem Blicke vor mir. Sie legte die Hand vor die Augen, die bleiche Wange uͤberflog eine leichte Roͤthe. Mir war, als haͤtte ich das Maͤdchen nie reizender geſe⸗ hen. Ich zog ihre Hand an meine Lippen, ſie druͤckte meine Rechte und ſagte leiſe— „Luiſe legt meine Ehre, den Reſt meines Le⸗ bens in Ihre Hand. Hat Luiſens Vertrauen nur einigen Werth in Ihren Augen, ſo ver⸗ achten Sie mich nicht.“ Mehr konnte ſie nicht ſprechen. Sie ſenkte den Kopf anf die ſchoͤne Bruſt, ſie weinte ſtille Thraͤnen. Wir beru⸗ higten ſie; ich ſuchte ſie aufzuheitern, die An⸗ ſtalten zu der originellen Reiſe zerſtreuten ſie wenigſtens.
Eile thut nie gut. Uebereilung iſt gar ſchaͤdlich. Das merkte ich jetzt. Ich hatte mich uͤbereilt. Ich hatte ein Wageſtuͤck uͤber⸗ nommen, deſſen Ausfuͤhrung ich mir nicht zu⸗


