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lebte nur ihr: er ſah, er hoͤrte nur ſie, er traumte wachend und ſchlafend nur von ihr.
Drei Wochen peinigte er ſich ſo. Endlich
vermogte die Gewalt der Liebe nicht laͤnget; ſich zu bergen. Er bat um ihre Hand.
2 Julien hatte des ſchoͤnen Roͤmers ſchwaͤr⸗ meriſcher Feuerblick laͤngſt ſchon in Feſſeln ge⸗ ſchmiedet, ſie geſtand ſich, nie einen liebens⸗
wuͤrdigern Mann gekannt zu haben, aber doch
uͤberraſchte ſie ſein Antrag. Sie bat um drei
Tage Bedenkzeit.
Jetzt mußte das Geſtaͤndniß ihrer Lage
uͤber ihre Lippen. Joſephe war ihre einzige
Vertraute. Unter tauſend Thraͤnen waͤlzte ſie
die Laſt ihres Gewiſſens in Joſephens Bruſt, und theilte ihr Piavetti's Wuͤnſche mit.
„Piavetti!“ rief die freimuͤthige Graͤfin aus,„muß das wiſſen. Aber ſo viel ich ihn
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