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dem Umfang ihrer ganzen Kunſt hervortrat, als das Inſtrument, im lieblichen Schooße
des ſchoͤnen Maͤdchens, nicht mehr Toͤne gab,
ſondern leiſe ſaͤuſelte, wie der Hauch eines Zephyrs aus himmliſcher Hoͤhe, als Julie in die unbeſchreibliche Anmuth ihres tiefen Ge⸗ fuͤhls ſich ſelbſt verlor, da ſtuͤrzte Piovetti zu Juliens Fuͤßen nieder, Graͤfin Joſephe trat in das Zimmer.
oſephe, die Julien als Harfnerin noch gar nicht gekannt, und vor der Thüre das Feenduett lange belauſcht hatte, ſchloß die Verlegene in die Arme. Von dieſem Augen⸗
blicke an war Julie nicht Kammermaͤdchen
mehr; ſie ward mit zur graͤflichen Tafel ge⸗ zogen und war Joſephens treue Gefaͤhrtin. G
Piavetti wußte im erſten Augenblick nicht, ob ihn Juliens Geſtalt oder Spiel mehr be⸗ zaubert hatte. Er ſah ſie jetzt taͤglich; er


