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kenne, wird er, iſt ſeine Liebe ihm Ernſt, Ihnen verzeihen.“ Sie ſuchte ihn auf, ſſe erzaͤhl te ihm alles.
„Meine Amati,“ erwiederte Piavetti, an⸗ faͤnglich etwas betroffen, dann aber gefaßter; „meine Amati hat, ſeit ſie den Sprung hat, an Volltoͤnigkeit und Reinheit nicht verloren: reißt mir eine roͤmiſche Quinte, ſo knuͤpfe ich ſie wieder an, und ſie klingt ſo ſilberrein, wie vorher. Faͤllt ein Haar aus meinem Bogen, werfe ich ihn darum noch nicht weg. Ich wuͤnſchte, es waͤre nicht geſchehen; aber— laſſen Sie mich nichts wiſſen. Ich mag nicht wiſſen wer? wie? wo? wenn? Es iſt mir launig, daß Sie, mein kleines Com⸗ teschen, in dieſer verzweifelt delicaten Sache unſer Poſtillion d'amour ſeyn ſollen. Iſt mir Julie gut, ſo iſt es raͤthlich, daß wir


