Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1819)
Entstehung
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wie Deine ſeelige Mutter, ſo treu und flink und fleißig und reinlich. Aber uͤbrigens— war Deine Mutter beſſer. Du kannſt nicht dafuͤr, Julchen. Aber die Welt, die Zeiten, die haben Dich mit fortgeriſſen. Deine Mut⸗ ter war eine fromme chriſtliche Frau. Du haſt die Augen von Deiner Mutter; aber Du kannſt ſie nicht ſo niederſchlagen. Das Demuͤ⸗ thige, das Beſcheidene iſt nicht darin. Wenn Deine Mutter in der Kirche ſang, ſo fuͤllte der Ton ihrer Stimme mein Herz mit unbeſchreib⸗ licher Andacht. Du haſt ganz ihre Stimme, aber das Andaͤchtige fehlt. Deine Mutter zog. ſich zuͤchtig an. Sie ſteckte z. B. das Hals⸗ tuch bis oben zu. Ihr— ich will Dir nicht hren, die Mode mitzumachen, aber es hat 8. lles ſeine Grenzen. Ein ſittſames Maͤd⸗ Geſan ſich ſo etwas, meine ich, gar nicht ſagen laſſen, das muß ſich ſelbſt fuͤhlen. Du