„Muͤtterchen,“ hob Hannchen ſanft an, und legte das trockne Brodrindchen weg, an dem es eben gekau't hatte,„Muͤtterchen ließ dann Kaffeekuchen holen. Ach, ich ſehe noch die ſchmalen langen Streiſchen; oben Zucker und ganz kleine Mandelwuͤrfelchen darauf ge⸗ ſtreut; die ſchmeckten! Muͤtterchen, kannſt Du nicht ein einziges Mal wieder ſolchen Kuchen holen laſſen? nur ein allereinziges Mal?“ Jedes Wort zerſchnitt dem Vater das Herz. Jahre lang hatten Gattin und Kind mit ihm gehungert, hatten alle Freuden des Lebens, alle Bequemlichkeiten, alle Beduͤrfniſſe, ſeinem Ge⸗ ſchick geopfert, und noch ſah er keine Ausſicht, den Seinen, die er namenlos liebte, ein beſſe⸗ res Loos zu geben. Der Unmuth uͤberwaͤltigte ihn; das Waſſer ſchoß ihm in die Augen, er wandte ſich weg, da eilte Hannchen auf ihn zu, kuͤßte ſeine Hand, und ſagte mit engliſcher Gutmuͤthigkeit:„Vaͤterchen, weine nicht, ich will ja keinen Kuchen haben, ich habe nur geſpaßt. Sieh, mein Brodrindchen ſchmeck⸗
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