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mir eben ſo gut. Sey wieder vergnuͤgt, mein Vaͤterchen. Wir ſind ja alle noch beiſammen.“
Burdach hob ſein Kind an die ſtillweinen⸗ de Bruſt. Dle Mutter ſchlang ſich in tiefer Ruͤhrung um beide.„Nein,“ rief Burdach, „das Schickſal hat mich nicht ungluͤcklich ge⸗ macht. Jettchen! Unſer Kind lebt ja noch, Du meine Jette, meine einzige Jette liegſt ja noch in meinen Armen. Guter, guter Gott, erhalte mir meinen Muth!“
Als die Aeltern allein waren, lehnte ſich die Raͤthin an des Gatten Bruſt und ſagte freundlich:„Morgen iſt Hannchens Geburts⸗ tag.“
„Morgen, den Sonntag?“
„Ja ja, da wird das kleine Ding ſchon acht Jahre!— Ich habe das weiße Kleid, das ich fuͤr Fraͤulein Koswig ſtickte, recht gut bezahlt bekommen, darf ich fuͤr Hannchen wohl ein Schuͤrzchen kaufen? Das arme kleine Ding hat ſchon zwei Geburtstage und zwei Weihnachten nichts bekommen. So ein


