Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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ten ja nur ihrem Golde, ach und ich hatte doch Augen fuͤr ihren unermeßlichen Liebreiz, Ohren fuͤr das Honigwort ihrer verſtaͤndigen Rede Sinn fuͤr ihre Talente, und ein Herz fuͤr ihr himmelrei⸗ nes Gemuͤth(êzu ihr) Wer biſt Du denn, Du Beſtochene, daß Du fuͤr ſie zeugſt? Geh geh weit weg! Betruͤge mich nicht um meine Ruhe ich bin jetzt ruhig fürchterlich ruhig.

Fr. v. Lemann(ſehr gedrückt und dem Weinen nahe). Wohl hatte ſie fuͤr ihre Handlungsweiſe Gruͤnde. 4

Molwitz(heftig). Abgruͤnde grundloſe Ab⸗ gruͤnde, in die ſie die Laſt ihres dreimal verfluch⸗ ten Goldes unwiederbringlich hinabzog!

Fr. v. Lemann. Sie ſah ſo manches reiche Maͤdchen in der Welt, dem von unwuͤrdigen Maͤn⸗ nern Liebe vorgelogen ward; ſo manches, das blos des leidigen Geldes halber, um das heiligſte und das ſeligſte Gluͤck des Meuſchen hienieden, um das Gluͤck, geliebt zu ſeyn, fuͤr das ganze Leben betrogen ward; ſie ſah

Molwitz(einfaulend). Sie ſah den ehrlichen, offenen Molwitz mit unter dem Troß ſolcher erbaͤrm⸗ lichen Schäͤcher in dieſem Wahne begegnete ſie ſeinem ſchuͤchternen Näaͤhern mit muthwilligem Hoh⸗ ne, zerriß ihm das Herz in der blutenden Bruſt mitten von einander und(ſchnell wieder in die Rolle des Tollen fallend) tanzeſt Du koſackiſch?

Fr. v. Lemann. Engliſcher Molwitz Sam⸗ meln Sie ſich doch.

Molwitz. Zum Sprunge will ich meine Kraͤfte ſammeln, zu dem Todesſprunge in das Tiefſte des Meeres dort, nur dort wird die furchtbare Gluth

Hof druͤͦ⸗ auf

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gegel allen Tone ſich! brei mal das

Lerzii