6! aſcht).
doch und
undli⸗ rte—
ode—
Sie muͤſſen wieder geſund werden, Ihre duͤſtere Schwermuth— Ihr trauriger Seelenzuſtand— (halb weinend) Gott, wie wehe thut mir das!
Molwitz(vor, ſich). Am Ende hat ihr Hull—
„das Mittel ſcheint zu wirken—(triumphirend) Sie iſt es doch geweſen, die in Ohnmacht fiel— der Bart war falſch.
Fr. v. Lemann(die unterdeſſen das Tuch vor dem Geſichte gehabt und geweint hat, vor ſich). Er ſpricht mit ſich ſelbſt— das iſt kein gutes Zeichen!— Alle Hoffnung iſt verloren!(zu ihm) Lieber Molwitz.
Molwitz(oor ſich). Ach dieſe ſanfte Rede— wie wohl thut ſie meinem Herzen! Am beſten, ich bleibe in der Rolle, die mir Hull zugetheilt.
Fr. v. Lemann. Guter, beſter Molwitz! mit wem ſprechen Sie denn?
Molwitz. Mit meinem Schatten.— Siehſt Du nicht, wie er ſo ſchwarz und ſchweigſam mich umſchlingt?
Fr. v. Lemann(hatb vor ſich). Nun kennt er mich ſchon wieder nicht!
Molwitz. Das iſt mein einziger Freund in dieſer liebeleeren Welt; dem vertraue ich meinen Schmerz— der verſteht meinen Kummer— haſt Du ſie geſehen, die kalte ſtolze Frau, haſt Du ge⸗ hoͤrt, wie ſie meiner Liebe eiſigen Spott, meinen Schwuͤren kraͤnkenden Zweifel entgegenſetzte?
Fr. v. Lemann(coor ſich, ſehr erſchüttert). Er meint mich—(ſich entſchuldigend, ſanft) Das hat ſie nicht gethan.
Molwitz(in der Manier eines Naſenden lachend). Das hat ſie nicht gethan? Meine Briefe— unbe⸗ antwortet— alle meine Antraͤge—(bitter) ſie gal⸗
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