Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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Du haſt nichts zu fuͤrchten rede mit ihm, heile ihn, gewinne ihn, gewinne ihn dem Leben wieder⸗ (in ihr Zimmer zurück).

Molwitz(lebhaft). Und was liegt denn zwi⸗ ſchen mir und ihr? Ein Paar Centner kaltes Gold(ſehr aufgeregt) Alle Räuberbanden der gan⸗ zen Welt moͤchte ich zuſammen rufen, daß ſie herfie⸗ len uͤber dieſen dreitauſendmal verwuͤnſchten Me⸗ tallklumpen einen Feuerſtrahl vom Himmel möͤch⸗ te ich beſchwoͤren, daß er herabfiele und dieſen ver⸗ maledeiten Stein des Anſtoßes zu Staub, zu Aſche verbrenne. Der Hoͤlle moͤchte ich fluchen, daß ſie ihren Schlund öffne, wo ſie am tiefſten iſt, und das Ungluͤcksgeld verſchlänge auf immer und ewig.

Fr. v. Lemann(vor ſich). Gott er rast fuͤrchterlich.(theilnehmend, halb laut) Herr Graf!

Molwitz. Und wenn ſie dann arm und mittel⸗ los waͤre, wie die Niedrigſte im Lande, und ich ihr meine Hand

Fr. v. Lemann(weich, ſanft, lauter). Lieber Herr Graf!

Molwitz. Und ſie ſaͤnke in meine Arme, au mein Herz!

Fr. v. Lemann(ſehr zart). Lieber Molwitz!

Molwitz(dreht ſich ſchnell um, ſehr überraſcht). Gnaͤdigſte Frau!

Fr. v. Lemann loor ſich). Er kennt mich doch

noch!(theilnehmend) Sie ſind krank, höre ich! Molwitz. Ich nie geſunder als jetzt, und haͤtte ich ſchon im Grabe gelegen. Ihr freundli⸗ ches Wort das ich nie von Ihren Lippen hoͤrte vom Tode wuͤrde es mich erwecken. Fr. v. Lemann(aanft). Nichts vom Tode