Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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Molwitz. Sie haben gut reden! Es klopft ſich ſogleich. No. 3 ſagen Sie das iſt eine ſo be⸗ deutſame Zahl(vor ſich) ich höre, ich fuͤhle es ſchon klopfen, aber hier in meinem Herzen!(zu Jettchen, das bei dieſen Aeußerungen durch Pantomime zu verſtehen gegeben, daß es mit dem Grafen doch wohl nicht ganz richtig ſeyn möge) Sagen Sie haben Sie das Geſichtchen genauer betrachtet? Haben Sie in der Lilienwange das Gruͤbchen

Jettchen. O wohl! Das ſchelmiſche Lächeln in der roſigen Tiefe dieſes Gruͤbchens, und dicht da⸗ neben der Ernſt des Nachbars, des ſtattlichen Ba⸗ ckenbarts

Molwitz(der Jettchen bis dahin die Worte von den Lippen geſogen, in deſſen Augen das Entzücken ſichtbar ge⸗ ſprochen, ſchreit jetzt auf einmal, in ſeinem ſüßen Calkül betrogen, laut auf) Backenbart? Cund faßt im Erſtar⸗ ren ſeiner vergeſſend, Jettchens beide Hände, die er gewalt⸗ ſam zuſammen preßt). 8

Jettchen(ſich loswindend). O Gott, Sie zer⸗ brechen mir ja die Haͤnde!

Molwitz(hat ſte losgelaſſen, vor ſich leife mur⸗ melnd). Backenbart.

Jettchen cim Abeilen nach ihrem Zimmer). Noch einen Augenblick langer, und er fangt an zu beißen!

(ab) Achter Auftritt. Molwitz allein.

(An Jettchens Thüre, ruft hinein). Mamſell Fraͤu⸗ lein!*) Sie hoͤrt nicht ſie hat ſich eingeriegelt ) Da ehen von einem Mopſe die Rede war, der in Jett⸗

chens Zimmer ſeyn ſollte; ſo können, wenn Jemand das

Klaffen eines kleinen Stubenhundes recht täuſchend nach⸗

zuahmen verſteht, die WorteMamſell und Fräulein

von innen von einem ſolchen Geklaffe beantwortet werden.