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Gu Jettchen, das ſeine Extaſe bedenklich beobachtet, als
traue ſie ihm doch nicht recht, und ſich wieder zurückzu⸗
ziehen anfängt). Nicht wahr, klein von Geſtalt, ein geiſtvolles Geſicht, ein Paar lebendige, große Augen?
Jettchen. Und was fuͤr Augen! Dieſe freund⸗ liche Milde, dieſer ſprechende Liebesblick—
Molwitz(ſehr aufgeregt).— Liebesblick— ſpre⸗ chender Liebesblick— das iſt das rechte Wort— und dann— nicht wahr, ſo etwas Hohes, ſo et⸗ was Engelgutes im ganzen Weſen.—
Jettchen. Von ſeiner Engelgute habe ich eine Er⸗ fahrung gemacht, die mich ihm auf ewig verpflichtet.
Molwitz(geſpannt). Sie? ewig? o ſagen Sie! Jettchen. Denken Sie ſich, gibt er mir, mir,
die ich ihn fruͤher mit keinem Auge geſehen, zum Brautgeſchenk eine Banknote von—
Molwitz(bei Seite im höchſten Entzücken). Sie iſt es!*)— Sie will ihr ganzes Geld weggeben, und—(zu Jettchen— freudig) haͤtte Ihnen mehr ge⸗ ben ſollen— tauſendmal mehr.
Jettchen. Mir?
Molwitz. Und dann, nicht wahr, in den Be⸗ wegungen ſo eine gewiſſe Grazie, in der Haltung ſo etwas Edles?
Jettchen. Es iſt derſelbe, den Sie meinen!
Molwitz(außer ſich). Ach wenn das waͤre! Jettchen. Nu hier in No. 3 wohnt er ja, Sie
duͤrfen ſich nur ſelbſt uͤberzeugen; klopfen Sie nur an — er iſt beſtimmt zu Hauſe.
*) Einem denkenden Schauſpieler iſt die Bemerkung überflüſſig, daß Molwitz das zweimalige„Sie“ im Ausſprechen hier ſo verſchluckt, daß Jertchen nur die
audern Worte hören kang.
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