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Jettchen. Ja, Baron Hull— der hat uns vor Ihnen ſo bange gemacht.
Molwitz. Alſo dem habe ich die Empfehlung zu danken.
Jettchen. Und Ihr Freund da druͤben— ach Gott, als der das hoͤrte— fiel er in Ohnmacht vor Schreck.
Molwitz. Welcher Freund?
Jettchen cheimlicher). J der huͤbſche junge Herr dort in No. 3.
Molwitz. Ich kenne hier keinen Menſchen.
Jettchen. Nu, er muß Sie doch kennen; ach er iſt ſo ſanft, ſo weich, ſo gut und zart, man ſollte glauben, es waͤre ein Maͤdchen.
Molwitz(geſpannter). O erzählen Sie doch.
Jettchen(kommt von der Thür ihm näher). Nu, wir kamen, ich weiß ſelbſt nicht mehr wie, auf Sie zu ſprechen, und auf die Freundſchaft und die(leifer) Liebe— und— aber Sie thun mir doch nichts?
Molwitz(gutmüthig). Aber Kind— Gett weiß, wie Hull auf die Idee gekommen, einen ſo einfal⸗ tigen Scherz— Aber Sie ſehen, daß ich ſo vernuͤnf⸗ tig und ruhig bin, wie ein Menſch in der Welt nur ſeyn kann.
Jettchen(noch ein bischen ängſtlich, aber komiſch). Nun— ſo ganz ruhig wohl doch nicht— die Ohn⸗ macht Ihres jungen Freundes ſcheint Ihnen recht nahe zu gehen.(mit Gefühl) Es iſt wahrhaft ruͤh⸗ rend, wenn ſich zwei Freunde ſo lieben.
Molwitz. Lieben— o mein gutes, liebes Kind, wenn Sie wuͤßten, was Sie mit dieſem Worte— (halb vor ſich) wenn ſie es war'! wenn ſie ſich verklei⸗ det— wenn die Ohnmacht ihr Herz verrathen haͤtte!


