nau, den die ſuͤße Angſt des ſcheuen Maͤdchens un⸗ ausſprechlich gluͤcklich machte, in ſeine ſcherzhafte Lau⸗ ne zuruͤck, nahm ſich vor, das Maͤdchen fuͤr den Au⸗ genblick mit ſeinem ernſtern Worte nicht weiter in das Gedraͤnge zu bringen, und bat, um die Unter⸗ haltung nicht in das Stocken gerathen zu laſſen, das ſo leicht eintritt, wenn das Herz ſo voll iſt, und der Mund zu ſprechen ſich nicht getraut, Luiſen zu den Eltern begleiten zu duͤrfen;„vorher aber,“ ſetzte er hinzu,„muͤſſen wir unſer Geburtstags⸗Kind noch putzen; was von den Sachen hier nur drauf und dran geht, muͤſſen wir gleich anlegen, Papa und Mama ſollen dann gewiß Freude haben an ih⸗ rem Toͤchterlein.“
Dies ſogenannte Anputzen ward eine riskante Arbeit; von der haͤtte Musje Steinau lieber weg⸗ bleiben ſollen.
Bei den niedlichen Armbaͤndern, die er in der Gegend der Handgelenke anlegte, flimmerte es ihm ſchon vor den Augen, als floͤgen ihm Millionen ro⸗ ſenrother Fuͤnkchen vor dem Geſichte herum. Die wunderſchoͤn geformte Hand— ſo zart, ſo alaba⸗ ſterweiß und klein war ihm, ſelbſt bei den jungen Damen der hoͤchſten Staͤnde, die er im Hauſe ſeines
Miniſters geſehen, noch keine vorgekommen; ſie lag, waͤhrend die goldene Feſſel darum gelegt ward, ſo ruhig, ſo vertrauensvoll in der ſeinigen, und in jedem der vier roſigen Gruͤbchen, die er mit ſeinen Kuͤſſen bedeckte, vermeinte er den Honigſeim der ſüßeſten Liebeswonne zu finden; die Armſpangen brachten ihm das Blut bis zum Siedegrad. Was war dies fuͤr ein koͤſtlicher Oberarm! Wo er bei dem Anlegen der Spangen zufäͤllig hintippte, ſprang ihm


