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Zeit das Herz bald abgedruͤckt habe, zog ſich mit der ewigen Zerſtreuung ſelbſt auf, die ihn aller Geſchafte unfaͤhig mache, erzaͤhlte von der Muͤhe, die er ſich deßhalb gegeben, ihr Bild aus ſeiner Seele zu ver⸗ draͤngen, ſchilderte ſeine Freude, daß ihm dies nicht gelungen, die Leere, die ihn uͤberall druͤcke, weil ſie ihm uͤberall fehle, und die Seligkeit dieſes Au⸗ genblicks, ſie endlich einmal wieder zu ſehen, und kam ſo unvermerkt auf das, was ihm fehle, und was ſie ihm ſeyn ſolle, und hatte die Frage ſchon auf der Zunge, ob—— aber Luiſe, die auf tau⸗ ſend gluͤhenden Nadelſpitzen ſtand, ließ ihn nicht ausreden, ſondern erinnerte in der Todesangſt ih⸗ res Herzens, mit ſichtlicher Befangenheit, daß die Eltern nicht wiſſen wuͤrden, wo ſie ſey, und daß ſie daher bitte, mit ihr zu ihnen zu gehen; ſie fuͤhlte, daß das eine recht kindiſche Art war, ſich aus der verfaͤnglichen Lage zu ziehen, in die ſie ſeine ſonderbare, immer ernſter werdende Rede verſetzt hatte; aber, und wenn es ihr das Leben haͤtte ko⸗ ſten ſollen, ſie haͤtte auf ſeine Frage nicht antwor⸗ ten können; ſie war ihr gar zu ſchnell, gar zu un⸗ erwartet gekommen.
Sie wußte nicht, welchen himmliſchen Liebesreiz ihr dieſe mädchenhafte Verwirrung, dieſe jungfraͤu⸗ liche Furcht vor dem entſcheidenden Schritte verlieh. Sie brauchte eigentlich gar nicht zu antworten; der Karmin ihrer Wange, das ſtuͤrmiſche Wogen des ſchwellenden Buſens, der ſchuͤchterne Aufſchlag des ſpiegelkla. Feuer⸗Auges, ſprachen zu Steinau's Gunſten deutlicher, als das vom Schreck gelaͤhmte Zuͤnglein im kleinen Roſenmuͤndchen vermocht haͤtte. Höoͤchlich erfreut uͤber die Entdeckung, ſiel Stei⸗
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