Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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Schlagbaum in der Promenade machte, zu ſchenken, kraͤnken Sie mich mit der Vermuthung, daß mein Treiben und Jagen und all' meine Haſt und Eile einer Andern gegolten. Iſt das huͤbſch von Ihnen? Meine reizende Luiſe, ich kenne keine Andere; ich habe, ſeit ich Sie geſehen, nur Sie im Herzen gehabt, und neben Ihnen hat darin keine Andere Platz.

Ueber den Schlagbaum/ fiel ihm Luiſe halb todt vor Schreck und Angſt in die Rede, denn, ob ſie gleich in ihrem ganzen Leben noch keine Liebes⸗ Erklärung gehort hatte, ſo klang ihr das, was Steinau, jetzt auf einmal aus ſeinem Scherz in Ernſt fallend, da von ſeinem Herzen, und von dem darin ihr allein beſtimmten Platz erzaͤhlte, doch ak⸗ kurat ſo, wie der feierliche Eingang zu einem voll⸗ ſtändigen Liebes⸗Antrag; ſie fluͤchtete ſich daher, um ihn nur von dem ſie bis zum Fieberſchreck uͤber⸗ raſchenden Kapitel ab, und das Geſpräch auf etwas anders zu bringen, zu dem Schlagbaum, hielt ſich, als male ſie ſich in Gedanken den gefährlichen Bo⸗ genſatz aus, die Hand vor die Augen, damit ſie jetzt nur nicht aufzuſehen brauchte, und wollte die Moöglichkeit, daß ein Pferd uͤber dieſen mannsho⸗ hen Schlagbaum wegſetzen köͤnne, blos um dem Ge⸗ ſpraͤch die gewuͤnſchte Wendung zu geben, in Zwei⸗ fel ziehen; allein Steinau, der ihre Abſicht wohl merkte, marſchirte im Sturmſchritt auf die uͤber⸗ rumpelte Feſtung los, und ruckte, da die Tirail⸗

leurs ſeines Scherzes die Feſtungsbeſatzung auf das Freie herauszulocken nicht vermoͤgend geweſen wa⸗ ren, mit dem ſchweren Geſchuͤtz des Ernſtes vor, ſprach von der Sehnſucht nach ihr, die ihm die ganze