Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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denn das Maͤdchen war zu ſchoͤn, und der alte Adam, der Urvater ſeines in dieſem Punkte gar ſchwachen Geſchlechts.

Er trat jetzt naͤher, begruͤßte die Ueberraſchte, bat, Borromaͤus freizugeben, erbot ſich zu deſſen Stellvertreter, hob den holden Knaben zu ſich her⸗ auf, erſuchte ihn im Scherz, ihm zu ſagen, wie er ſich bei der neuen Arbeit anzuſtellen habe, hoͤrte, um dem Maͤdchen, das ſeit ſeinem unerwarteten Ein⸗ tritt in das Georginen⸗Bosket, dreimal roth und dreimal weiß geworden war, Zeit zu laſſen, ſich un⸗ terdeſſen ein wenig zu ſammeln, des treuhaͤrigen kleinen Kerls ſehr ernſthaft gemeinter Unterweiſung in der Kunſt des Zwirnwickelns mit ſcheinbarer Aufmerkſamkeit zu, verſprach, unter ſeinen guten Lehren beſonders die: nichts zu verfitzen, beſtens zu beherzigen, ließ dann den niedlichen Jungen vom Arm, haͤndigte ihm das jetzt erſt ihm wieder ein⸗ fallende Miniſterial⸗Reſcript ein, befahl es ihm auf Leib und Leben an, ſchickte ihn damit an den Vater, und ſetzte hinzu, daß er bald nachkommen werde.

Mein Vater ſoll, fragte Luiſe, auf das, mit großem Geſchaͤftsſiegel verſehene Couvert in der Hand des damit raſch von dannen trabenden Kleinen, be⸗ ſorglich deutend,doch nicht etwa heute in das Archiv?

Nein, entgegnete Steinau der roſigen Jung⸗ frau froͤhlich, er ſoll den heutigen Ehrentag, von dem ich vorhin hoͤrte, recht vergnuͤgt feiern, und darum eilte ich hieher mit einer ihm gewiß erfreu⸗ lichen Benachrichtigung. In ſo fern kam ich von Seiten des Staats; ich, meiner Seits, wollte in⸗

deſſen doch auch nicht zuruͤckbleiben, der Koͤnigin des