Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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und er ſich hinter dem Gebuͤſch ſeines eingeſchlage⸗ nen Nebenweges ihren Spottblicken entzogen hatte, bald vergeſſen; uͤber den Punkt war er, ſo em⸗ pfindlich er ihm anfangs geweſen, am erſten weg. Die aufwallende Eiferſucht aber war ihm ſelbſt neu, und er hatte von den furchtbaren Folgen dieſes La⸗ ſters ſo viel Graͤßliches geleſen und gehoͤrt und ge⸗ ſehen, daß er uͤber die Entdeckung, zu dieſem un⸗ ſeligen Fehler einen fruͤher nie geahnten Hang zu haben, mehr noch erſchrak, als er erſchrocken wäre, wenn ein Gallſcher Juͤnger ihm in das Geſicht ge⸗ ſagt haͤtte, daß an ſeinem Schaͤdel der Mordſinn und das Diebes⸗Organ fauſtdick bemerkbar ſeyen. Wenn nun, ſagte er, in ſeinen ſtill umbuſchten Irrgaͤngen, mit verſchraͤnkten Armen langſamer ein⸗ her ſchreitend, in ruhigerer Selbſtpruͤfung zu ſich, wenn nun auch die Luſtwandlerin vorhin Luiſe ge⸗ weſen waͤre, was ging es dich an, daß ſie ſich von ihrem Begleiter umarmen, daß ſie ihn ihre Hand an ſeine Lippen ziebhen ließ, daß ſie ihm die Wange ſtreichelte? Was haſt du denn fuͤr ein Recht, dies alles ihr zu wehren? Weißt du denn, in welchem Verhaͤltniß der junge Mann zu ihr ſteht? Kann es nicht ihr Verlobter, ihr Braͤutigam ſeyn Braͤu⸗ tigam! Das Herz krampfte ihm bei dem, Gedanken blutig zuſammen; da laͤchelte er halb laut vor ſich hin; das Ganze war ja ein Irrthum geweſen; das Maͤdchen war ihm ja ſteinfremd geweſen, und er pries den Allguͤtigen, daß er ſich getaͤuſcht, denn bei allem noch ſo vernuͤnftigen Raiſonnement uͤber die Laͤcherlichkeit ſeiner vermeintlichen Anſpruͤche an die engelhuͤbſche Auerſtaͤdt, wollte es ihm doch jedesmal die Bruſt mitten von einander reißen, wenn er dar⸗

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