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ch ſehen, en Bruſt eich aus⸗ hrt, um ͤbſcheſte, rte Adele Herrlich⸗ ni ſchon, Markte auf den, ſie ſah, au ging; r Gehuͤl⸗ und die 2gte, daß ſie hatte iern hel⸗ im Octo⸗ Steinau e daß er ſche Ita⸗ odehaͤnd⸗ Liebesge⸗ 2 ſie von gewoͤhn⸗ teſte Ah⸗
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nung. Adele war blond; die Legnettoni daher eine Menge Kleider, Baͤnder, Shawls, und dergleichen, von lauter Farben, die ausſchiee lich fuͤr Blondinen paßten, vor, bemerkte dies aus⸗ drücklich, aber immer nur wie blas beilaͤufig, und wußte es ſo zu karten, daß ſie neben jedem Stuͤck ein ahnliches, aber von ſolchen Farben legte, die vorzugsweiſe Bruͤnetten gut kleiden, und mußte im Stillen herzlich lachen, daß Steinau jedesmal die letztern waͤhlte; er kaufte ſie alſo nicht fuͤr Adelen. Guten Menſchen macht das Kaufen, um das Erhandelte an geliebte Perſonen zu verſchenken, eine eigene Freude. Dieſen Grundſatz, den die feine Menſchenkennerin, die kleine Legnettoni, in ihrem Geſchäft ſchon oft bewaͤhrt gefunden hatte, beſtä⸗ tigte Steinau von neuem. Er kaufte für dreimal, viermal mehr, als er anfaͤnglich dazu beſtimmt hatte, ſuchte von jedem das Geſchmackvollſte, das Beſte aus, und hatte gern freiwillig mehr gegeben, als die Legnettoni dafur forderte, denn ſie und ſaͤmmt⸗ liche fuͤnf Grazienkinder ihres eleganten Gewoͤlbes verſicherten einſtimmig, daß Fraulein Adelen die Prachtſachen reizend ſtehen muͤßten; Steinau aber hatte Muͤhe, ſich das Lachen zu verbeißen; ſeine Köonigin des heutigen Feſtes war zehnmal huͤbſcher, als Couſine Adele, forglich mußten Luiſen all dieſe Herrlichkeiten noch zehnmal huͤbſcher ſtehen, als der Couſine. Die leichtfertige Legnettoni, die ſein ver⸗ haltenes Lachen bemerkte, und die Urſache davon, nicht ganz unaicbtig, in ſeinem heimlichen Jubel ſuchte, ihr, mit ſeiner guten Couſine, gluͤcklich ein recht tuͤchtiges Naͤschen gedreht zu haben, mußte ſich jetzt auch zuſammen nehmen, um ihrerſeits ſich von der Lachluſt nicht uͤberwaͤltigen zu laſſen, denn ſie hat⸗ te einen, ihr von der unwiderſtehlichſten Neugierde, die Schöne namentlich kennen zu lernen, um deren willen ſich der gute Herr Hofrath in ſo ſchmaͤhliche Unkoſten ſetzte, diktirten, unbezahlbar gluͤcklichen Einfall; Steinau ſelbſt ſollte ihr, wider ſeinen Wil⸗ len und Wiſſen, ſein Maͤdchen uͤber kurz oder lang einmal praͤſentiren. Das ſollte ſeine wohlverdiente


