Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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dem fremden jungen Herrn von dem heutigen Wie⸗ genfeſt zufällig erzaͤhlt; und was haͤtte Luiſe von ſeiner Artigkeit, von ſeiner Aufmerkſamkeit halten muͤſſen, wenn er hatte ſeinen Braunen ſchon herumgeworfen, und dieſer zog, im Wahne, es gehe wieder in den heimathlichen Stall, jetzt noch drei⸗ mal mehr aus, als vorher.

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Was er ausſuchen wolle daran dachte er we⸗ niger, als an das Geſichtchen, das ihm das uͤber⸗ raſchte Geburtstagskind bei der Ueberreichung des gaͤnzlich unerwarteten Angebindes machen werde.

Madame Legnettoni, die erſte Modehaͤndlerin der Reſidenz, glaubte im Ernſt, ein ſie betreffendes Un⸗ gluͤck vernehmen zu ſollen, als der ihr wohlbekannte Steinau, der mit mehreren ihrer Verwandten in freundſchaftlicher Beziehung ſtand, noch bei ſpaͤtem Nachmittag, ſchweiß⸗ und ſtaubbedeckt, mit ſeinem Renner vor ihrem Hauſe hielt, ſchnell abſprang, die Zuͤgel einem alten Invaliden in die Hand warf, und faſt athemlos in das Gewoͤlbe trat.

Mein Gott! was iſt vorgefallen? rief die leicht aufgeregte junge Frau ihm entgegen, und ſog ihm die Worte vom Munde; Steinau aber, der wohl fuͤhlte, daß ſein raſches Kommen und Eintreten ihr den kleinen Schreck mochte verurſacht haben, lachte mit gluͤcklich erzwungener Unbefangenheit laut auf, und log ziemlich gewandt ihr in aller Geſchwindig⸗ keit vor, daß ihm eben erſt jetzt auf dem Spazier⸗ ritt eingefallen, daß der Geburtstag ſeiner Couſine Adele naͤchſten Sonntag ſey; nach Frankenau, in deſſen Naͤhe bekanntlich ihres Vaters Gut liege, gehe heute Abend die Poſt ab, und daher muͤſſe er ſchleu⸗