Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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cennien völlig fremd, uberſetzte ſie ſich des feinen jungen Herrn Frage in eine Art von leiſem Vor⸗ wurf, daß Herr und Frau vom Hauſe ſelbander aus⸗ geflogen ſeyen, daß Beide nicht ſehr wirthlich ſeyn müßten, wenn ſie das Haus ſo ganz allein laſſen konnten, und daß er, wider alles Erwarten, nun das Vergnuͤgen habe, den weiten Weg vergeblich gemacht zu haben.

Steinau wollte ſich ein Herz faſſen, und mit der Frage, ob die Mamſell auch nicht zu Hauſe, her⸗ ausruͤcken; er ſetzte zwar an, aber die alte An⸗ cilla haͤtte ihm ja bis auf den Grund des Herzens geſehen, ihn ja durch und durch ergruͤndet, und bei'm erſten Worte gewußt, daß er lediglich um deren Willen gekommen; dadurch indeſſen, daß er immer noch da ſtand, und nicht ging, etwas ſagen wollte, und nichts ſagte, halb zufrieden und halb verlegen ausſah, ward die treue Serviererin in dem Wahne beſtaͤrkt, daß der junge Fremde ſich einbilde, gerechte Urſache zu haben, uͤber den Fund des leeren Neſtes verdruͤßlich zu ſeyn, und gewiſſermaßen als Rechtfertigung des Zufalls, daß gerade heute kein Menſch zu Hauſe ſeyn muͤſſe, fuͤgte ſie mit der ihr eigenen geſchwätzigen Vertraulichkeit hinzu:Es iſt heute wahrhaftig der erſte Nachmittag im gan⸗ zen Jahr, den der Herr ſich einmal von ſeinem Ar⸗ chive los gemacht hat; wir ſtecken hier in der Regel wie in einem Kloſter; aber heute haben wir ein⸗ mal eine Ausnahme gemacht; es iſt heute unſerer Aelteſten ihr Geburtstag; das Wetter war gar zu ſchön, und da ſind wir mit Frau und Kind hinaus⸗ gezogen nach Thereſenhayn; da ſoll es denn hoch hergehen mit Kuchen und Kaffee, und Abends ſetzt

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