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die citissime an die betreffenden Perſonen in der Stadt ſollten abgegeben werden; darunter waren im⸗ mer einige, die den Empfaͤngern eben ſo willkommen geweſen waͤren, als die fragliche dem Archivar Auer⸗ ſtaͤdt; aber noch nie war es ihm in den Sinn gekom⸗ men, den Kanzlei⸗Dienern in ihr Amt zu pfuſchen.
Heute— doch was ſollte er lange gruͤbeln, weß⸗
halb und warum und weßwegen er gerade heute Luſt hatte, dem alten Auerſtaͤdt den Beſcheid ſelbſt zu bringen, er ſchwang ſich auf ſeinen Braunen, denn der Archivar wohnte, wohlfeilerer Miethe hal⸗ ber, in der entfernteſten Vorſtadt, beſchwichtigte ſeine Bedenklichkeiten uͤber die Frage, ob es ſich auch ſchicke, und ob es dem Manne nicht auffallen wer⸗ de, wenn der Herr Hofrath in eigner Perſon kaͤmen, mit der Nothwendigkeit, ſein muthiges Thier ohne⸗ hin einmal ausreiten zu muͤſſen, und meinte, bei der Gelegenheit dem kranken Kanzleidiener den un⸗ geheuern weiten Weg erſparen zu köͤnnen, und konnte ſich kaum des Lachens enthalten, als dieſer gegen die Bedienten ihm, und ſeiner menſchenfreundli⸗ chen Barmherzigkeit gegen ihn alten gebrechlichen, von Zahnweh bis zum Erſchießen gemarterten Kanz⸗ leidiener, eine Lob⸗ und Standrede hielt, die Hand und Fuß hatte.
Unterwegs wollte Steinau über die ſonderbar ſcheinende Bewandtniß, die es mit dem Torniſter⸗ Lieschen haben mußte, ein Breiteres bedenken, aber der Braune, der lange geſtanden, prellte bald links, bald rechts, er hatte zu vielem Denken gar keine Zeit, und— am Ende, was ging ihn auch das Tor⸗ niſter⸗Lieschen an! Wer weiß, was einmal der alte Auerſtaͤdt in fruͤherer Zeit für eine Geſchichte mit
Clauren Schr. LXXVII. 8


