Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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Voͤlker feſt an einander geknuͤpft, und ihnen ſeine Weisheit und ſeine Staͤrke verliehen, und ſo ſind ausgewetzt die Scharten der in dieſem Augenblicke vor 18 Jahren uͤber uns weggerollten verhängniß⸗ vollen Stunden, und wir wieder aus dem Staube unſerer Erniedrigung emporgehoben worden! Frie⸗ den auf Erden! und Frieden unter der Erde den Helden, die am 14ten October mit Ehren ge⸗ fallen!

Von den Wangen der Miniſterin perlten helle Thraͤnen in ihr Glas; ſie galten zwei geliebten Bruͤ⸗ dern, die an dieſem Tage bei Tauchwitz und Auer⸗ ſtaͤdt ihr Leben geopfert.

Warum dieſe Reminiſcenz? ſagte der Mini⸗ ſter, den ſtillen Schmerz ſeiner Gemahlin theilend, mit einem Tone, als ob er Blumenthals Einfall, auf jene ungluͤcklichen Ereigniſſe das Geſpraͤch zu bringen, nicht recht billigen könne. Der Vetter Amts⸗ hauptmann aber ließ ſich nicht ſtoͤren und ſagte ernſt und bewegt:Goͤnnen Sie den Gebliebenen immer dieſe Thraͤnen, Excellenz, ſie ſind ihrer wahrlich werth geweſen, denn ſie fielen, die Bruſt dem Feinde zugekehrt, alſo als brave Soldaten, als Maͤnner von Ehre, nicht als Memmen. Es iſt im großen Haufen Mode geworden, die Streiter jener Tage Alle in Eine Maſſe, in die veraͤchtliche der feigen Soͤldner zu werfen. Das iſt eine ſchreiende Unge⸗ gerechtigkeit. Von denen, die damals mit dem Le⸗ ben gebuͤßt, ſtehen Viele, und bei weitem Mehrere, als die damaligen Schreier glauben wollten, mit den gluͤcklichern Siegern der ſpaͤtern Jahre, an Bravour und perſöͤnlicher Tapferkeit, an Vaterlands⸗ und Fuͤrſtenliebe ganz gleich und was das große Er⸗

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