Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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eigniß ſelbſt betrifft laſſen Sie uns nicht ſo ſchnell davon wegeilen, Excellenz, laſſen Sie uns vor der Kataſtrophe mit feſtem Blicke verweilen. Wer ſein Vaterland lieb gewinnen will, muß vor Allem deſ⸗ ſen Geſchichte kennen, und in dieſer ſetzt es keine Sprünge; die Geſchichte iſt eine eng aneinander ge⸗ reihte Schnur, ein ununterbrochen zuſammenhaͤn⸗ gender Faden, an dem ſich die Wirkung aus den Urſachen vor unſern Augen entwickelt. Ein Kind fuͤhrt man wohl weg von dem, was es, wie wir uns auszudruͤcken pflegen, graulich machen moͤchte, von dem, was es nicht ſehen ſoll; ein Volk aber nicht. Wir Alle, Hohe und Niedere, wuͤrden, je oͤfter wir auf jene Tage der Erniedrigung und auf die Ur⸗ ſachen zuruͤckkaͤmen, aus denen alle die Ereigniſſe die guten und die boͤſen, wie wir ſtie ſeit jenem Schlage nach und nach vor uns ſich haben geſtalten ſehen ſich entfalten mußten, und darum auch entfaltet haben, um ſo gruͤndlicher von unſerer va⸗ terländiſchen Geſchichte belehrt werden, und aus die⸗ ſer Lehre manche gute Regel fuͤr die Zukunft zie⸗ hen, vor Allem aber in unſerm Vertrauen auf Gott unſern Herrn, und im Vertrauen auf unſere, durch ihn von Neuem geſtaͤrkten Fuͤrſten, immer mehr und mehr befeſtiget werden. Schließen wir aber, wenn uns unſere Fuͤhrerin, die Geſchichte, bei dergleichen Abgruͤnden vorbeigeleitet, die Augen, oder ſtopfen wir, wenn die Rede auf jene Trauerzeit kommt, uns die Ohren zu, um lieber gar nichts davon zu ſehen noch zu hoͤren, ſo kommen wir in unſerer Selbſterkenntniß um keinen Schritt weiter. Scho⸗ nen wir uns alſo nicht, liebe Excellenz; die Ge⸗ ſchichte iſt keine Hofdame; der geziemt es wohl, der