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geſammelt, koͤnnen wir ihm jetzt, da ſeine Familie groͤßer, ſeine Beduͤrfniſſe vielfältiger, und ſeine Dienſtbrauchbarkeit allgemein anerkannter, doch nicht weniger geben, als man ihm ſchon vor i1 und 7 Jahren hat geben wollen?“
„Dann wuͤrde aber, Ew. Excellenz,“ hob der Ge⸗ heimerath Neithart, mit verbiſſenem Groll uͤber die ſchwindenden Ausſichten fuͤr ſeine Schuͤtzlinge, ehr⸗ erbietigſt an,„dann wuͤrde aber das Gehalt des Auerſtaͤdt den Normalbetrag eines Archivar⸗Gehalts uͤberſteigen; denn ſo viel hat gerade ein Archivrath.“
„Sehr richtig,“ erwiederte der Miniſter beifäͤl⸗ lig, ließ aber im Ton der Stimme, und in dem hingeworfenen Seitenblicke nicht undeutlich merken, daß er die Quelle von Neitharts mißguͤnſtigem Ein⸗ wande recht wohl kenne;„indeſſen iſt dies Obſtakel bald zu beſeitigen; Auerſtaͤdt iſt der Aelteſte zum Rathe, und haͤtte laͤngſt verdient, es zu ſeyn. Be⸗ richten Sie,“ fuhr er zu Steinau gewendet, freund⸗ lich fort,„berichten Sie dieſerhalb ad Serenissimum, und legen Sie das Patent gleich zur Allerhoͤchſten Vollziehung mit bei.“
Somit war die Seſſion aufgehoben, denn der Hofrath war der Juͤngſte im Collegio, und ſeine letzte Vortrags⸗Nummer war die Auerſtaͤdt'ſche Sache geweſen.
Nachdem der Miniſter ſich entfernt, kamen alle Räthe zu Steinau, und gaben ihm die Hand, und freuten ſich, daß er mit ſeinen brav gemeinten und brav durchgefuͤhrten Antraͤgen fuͤr den ehrlichen Auerſtaͤdt ſo gluͤcklich durchgekommen; nur der alte Neithart brummte, waͤhrend er den Stoß vor ihm liegender Acten zuſammenſchnuͤrte, und dem Kanz⸗
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