Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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mende Karavane fuͤr einen Theil derſelben halten mochte, krachte zwar durch die ſtille Nacht mit furchtbarem Wiederhall bis in die tiefſte Wald⸗ ſchlucht; die Kugeln konnten ſie aber nicht mehr erreichen; die dritte Salve galt ihnen fuͤr ein Vie⸗ toriaſchießen, denn unter dem Donner derſelben erreichten ſie das diesſeitige Ufer. Der Vater, zwar unverwundet, aber mehr todt als lebendig. Pia konnte vor Froſt und Ermattung keinen Laut von ſich geben, vor Zittern kein Glied ſtill halten; ſie ſank auf ihre Kniee nieder, und beugte ihr Ant⸗ litz auf die Erde, und dankte in ſtummem Gebete dem Hoͤchſten fuͤr ihre allerſeitige Rettung. Der umſichtige Serafino, dem fuͤr des Alten und fuͤr Pia's Leben und Geſundheit bangte, bat jetzt, vor Allem, trockene Waͤſche und Kleidung anzulegen, und dann ſollte es in dieſer Nacht noch, einige Stunden wenigſtens, landeinwarts gehen. Viel⸗ leicht, er glaubte hier weniger zu fuͤrchten zu ha⸗ ben, vielleicht fand ſich dieſe Nacht, fuͤr Geld und gute Worte, nach ſo langen Entbehrungen und un⸗ ſäglichen Muͤhſeligkeiten, endlich einmal ein gaſtli⸗ ches Dach und ein warmes Lager. Trockene Waͤſche und Kleider und Geld! Alles war in dem, an der Stange befeſtigten Buͤndel. Die Stange aber war verſchwunden! Pia hatte ſie, um den ſinkenden Vater zu erfaſſen, in jenem Schreckensaugenblicke fallen laſſen; und uber die toͤdtliche Gefahr, in der ſie geſchwebt, und uͤber das Blitzen und Praſſeln des dreimal auf ſie feuernden Pikets, und uͤber das

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