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er Pia nicht mehr halten, daß er ſelbſt nicht mehr fort konnte. Er rief ihm bittend, er rief ihm, in der Angſt ſeines Herzens, gebieteriſch zu, nur noch ein Paar Minuten tapfer auszuhalten, und ſich vom tobenden Strome nicht gewaͤltigen zu laſſen; da blitzte es hinter ihnen hell auf, und eine ganze Salve kleinen Gewehrfeuers donnerte krachend vom Ufer ihnen nach, und zehn, zwanzig Kugeln geller⸗ ten, die Spiegelflaͤche des Stroms drei, vier Mal beruͤhrend, mit grauſigem Pfeifen ihnen im Ruͤk⸗ ken. War der ungluͤckliche Greis von einer derſel⸗ ben getroffen, oder war es nur der Schreck— er ließ Pia mit lautem Schmerzensruf los, und ging unaufhaltſam zu Boden. Pia, die bis dahin mu⸗ thig wie eine junge Loͤwin gegen die Wellen ge⸗ kämpft, an deren jugendlicher Alabaſterbruſt die toſenden Wogen ſich ſchaͤumend gebrochen, faßte mit beiden Haͤnden nach dem ſinkenden Vater, und rief, da ſie ihn nicht mehr erreichen konnte, Serafino um Huͤlfe; dieſer war aber hinter ihr ſchon zu Grunde gegangen, brachte den Alten gluͤcklich her⸗ auf, und kam eben zu rechter Zeit wieder uͤber Waſ⸗ ſer, denn Pia, rechts und links ihrer Stützen be⸗ raubt, konnte der Gewalt des gegen ſie anſtuͤrmen⸗ den Elements nicht laͤnger widerſtehen; ſie fing an zu ſinken, doch, nur einen Finger erfaßte ſie von Serafino's Rechten, und ſie gewann wieder Athem und Kraͤfte. Eine zweite Salve des Pikets, das wahrſcheinlich die, vom Koͤhler⸗Knaben erwaͤhnte


