Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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ben zu ſehen ſchien, uͤber das ſie Anfangs mit ſich ſelbſt noch nicht einig geweſen war alles das uͤber⸗ zeugte ſie nur mehr als zu ſehr, wie wichtig den Betheiligten das von ihr bedungene Schweigen ſeyn mußte.

Kann, fragte ſie nach kleiner Pauſe, zu Tom gewendet,kann meinem Vater oder mir, oder einem Dritten ein Nachtheil erwachſen, wenn ich Verſchwiegenheit gelobe?

Keinem, erwiederten alle Viere wie aus Ei⸗ nem Munde.Wir nur verloren ſind, ſetzte die blaſſe Frauengeſtalt hinzu,wenn ſchweigen nicht. Vater und ich und ſie wies auf den jungen Mann mit dem breiten Dolche im Guͤrtelund Serafino ſterben Schaffot, wenn reden ein Wort.

Du, Pia, nicht Schaffot, knirſchte Serafino, und zog das Mädchen mit ſeiner Linken feſter an ſich, und ſchlug die Rechte an den Griff ſeines Dolches, eher Pia ſterben ſoll von meiner Hand: dann Vater, alter, dann ich; ſo wahr mir Gott helfen ſoll, und Heiligen Alle im hohen Himmel: no, no, no, nicht Schaffot.

Ahnete Johanna, wen ſie vor ſich hatte, oder beſtimmte ſie das furchtbare Drohwort des jungen Athleten, dem man wohl anſah, weſſen ſeine gluͤ⸗ hende Liebe zur ſchoͤnen Pia faͤhig war, wenn es zum

Aeußerſten kam; ſie erhob ſich, reichte in dem Kreis ihre Rechte, und ſagte mit vertrauendem Blick auf Tom:ich gelobe Verſchwiegenheit, und nehme Gott zum Zeugen meines Geloͤbniſſes.