Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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paltig

tradi⸗ Alles

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Andenken der Freundſchaft und Liebe und Erin⸗ nerungs⸗Zeichen der gluͤcklichen Vorzeit. Die Damen hatten unterdeſſeu jede ihre Taſſe genom⸗ men; ihr blieb die letzte; der Vater hatte ſie ihr an ihrem erſten Kommunion⸗Tage verehrt, auf himmelblauem Grunde ein Lilien⸗Kranz, und in dieſem Kreuz, Herz und Anker. Glaube, Liebe, Hoffnung! Siedend heiß ſchoßen ihr die lang ver⸗ haltenen Thraͤnen in die Augen. Sie dankre fuͤr den Thee, und fluͤchtete in das naͤchſte Fenſter. Unterdeſſen drehte ſich das ganze Geſpraͤch des Krei⸗ ſes um die Auktton, in der Frau von Wiſchwill vorſtehendes allerſeitig belobtes Service für einen Pappenſtiel erſtanden zu haben verſicherte; der ganze Kreis ſtimmte mit einer Unzartheit, die alle Gren⸗ zen überſtieg, in das Lob der billigen Auktions⸗ Preiſe ein, fuͤr welche die mehrſten Verſteigerungs⸗ Gegenſtaͤnde erſtanden worden ſeyen, und bedauerte nur, daß nicht oͤfter dergleichen Auktionen ſtattfaͤn⸗ den; hauptſaͤchlich aber that ihnen leid, daß der Erbprinz, und nicht der Hof⸗Traiteur das ſchoͤne Friedenau bei der Subhaſtation zugeſchlagen be⸗ kommen, welcher letztere den geſcheidten Plan ge⸗ habt, Schloß und Garten zu einem oͤffentlichen Vergnuͤgungsort zu benutzen.

Luiſe bat die Mutter heimlich dringend, aufzubre⸗

chen, und nach Hauſe zu gehen; ſie konnte hier nicht laͤnger aushalten. Noch im Abgange bekamen ſie von der Gehe men Oberſteuer⸗Raͤthin Zwicker, deren Schwager die Reichhart'ſche Equipage erſtanden, die mit affektirter Theilnahme hingeworfene Hohnfrage mit auf den Weg, warum ſie ſo fruͤh ſchon nach Hauſe eilten, und ob ſie nicht wenigſtens auf den Wagen warten wollten, denn es ſey ſo naßkalt und windig draußen, daß ſie zu Fuß kaum fortkommen wuürden..

Fort, fliſterte, von innerem Froſt bis auf das Mark durchſchauert, Luiſe, und draͤngte ſich, als ſie das Haus der Frau von Wiſchwill hinter ſich hatten, wie das kleine Kind, das, wenn es von Gefahr ſich bedroht glaubt, der Waͤrterin Schürze