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Generalin, an Luiſen ſich mit vornehmem Läͤcheln wendend, in das Geſpraͤch,„daß es neulich Ihrer wegen faſt zum blutigen Duell gekommen waͤre.“ „Duell?“ riefen außer Madame Reichhart und Luiſe, die Umſtehenden wie aus Einem Munde. „Ja, ja, bei einem Haar,“ erwiederte die Ge⸗ neralin mit ſpoͤttelndem Scherz,„der alte Kalku⸗ latur-Direktor Waldmann und der Graf Wind⸗ lingsfelde treffen ſich einander auf dem Caſino; unſer Auditeur macht ſich den Spaß, und ſetzt dem Grafen zu, den Korb, den er damals noch in der guten Zeit von Ihnen bekommen, dem Direktor, der, glaube ich, Ihr Herr Vetter iſt, zuzuſtellen⸗ und ſeine wiederholte Bitte um Ihre Hand hinein⸗ zulegen, und ſo den Herrn Waldmann zum Frei⸗ werber zu machen. Der Graf— Sie kennen ſeine Art, ſie iſt nicht immer die feinſte— der Graf wie⸗ hert hoch auf, dreht ſich auf dem Abſatz um, ſagt laut lachend:„„die ware jetzt umſonſt mir zu theuer!““ und zuͤndet ſich ſeine Cigarre an. Das nimmt denn der alte Herr Waldmann gewaltig uͤbel, und der gottloſe Auditeur, deſſen groͤßte Freude iſt, die Leute zuſammen zu hetzen, reizt den Direktor durch verſtellte Theilung ſeiner Anſich⸗ ten dermaßen, daß der Graukopf dem Grafen die ſtaͤrkſten Dinge in das Geſicht ſagt, ſo, daß dieſer, wenn es die Rangverhaͤltniſſe nur irgend haͤtten geſtatten wollen, ihn durchaus haͤtte fordern muͤſ⸗ ſen; ſo aber hat der Graf die kluͤgſte Partie genom⸗ men; er hat ſeinen Gegner lächerlich gemacht; da⸗ durch hat er die Mehrzahl der Umſtehenden auf ſeine Seite bekommen, und am Ende hat ſich das Ganze in einen luſtigen Scherz aufgeloſ't; nur der Direktor iſt brummend abgezogen.“ 4 Der Bediente, welcher, um den Thee zu praͤ⸗ ſentiren, jetzt in den Kreis trat, unterbrach die Un⸗ terhaltung, in der, von Anfang an, jedes Wort fuͤr Luiſen ein dreiſchneidiger Dolch geweſen war. Ein Blick auf das große Taſſenbrett, und ſie er⸗ bleichte, denn es war ſammt allen auf ihm paradi⸗ renden Taſſen ihr ehemaliges Eigenthum; Alles


