Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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ticht jielt ater⸗

des koſt⸗

den waren, oder, mit dem namhaften Vermoͤgen der Frau ein eigenes ſehr reſpectables Haus be⸗ gruͤndet hatten, und konnte wie der Herr Fruͤh⸗ prediger am letzten Sonntage noch in ſeiner ſchoͤ nen Predigt uͤber die chriſtlichen Pflichten der Aus⸗ dauer in Durchfuͤhrung frommer Vorſaͤtze, ſehr lehrreich auseinander geſetzt hatte Jacob bei La⸗ han, dem Sohne Nahors zu Haran, um deſſen Toch⸗ ter Rahel willen ſieben lange Jahre dienen, ſo, meinte ſie, werde Fritz auch nicht ſterben, wenn er einige Jahre auf Herrn Reichharts Comtoir Com⸗ mis⸗Geſchaͤfte verſehe, um ſein zeitliches Gluͤck durch Luischens Millionen⸗Hand zu erheirathen. Fritz war, nach ihrer Ueberzeugung, einer der huͤbſche⸗ ſten Jungen im Ort, dabei ehrlich, geſund, fromm und fleißig; fuͤr einen tuͤchtigen Kaufmann hatte ihn Herr Fuͤrchtegott Ephraim Heydinger ſelbſt an⸗ erkannt, was wollte alſo Herr Reichhart mehr! Er konnte ſich keinen beſſeren Eidam wuͤnſchen, und dazu war Fritz ſein Pathe! Aber das ganze ſchoͤ⸗ ne Kartenhaus, das freilich kein anderes Funda⸗ ment hatte, als Victoriuchens bezaubernde Be⸗ ſchreibung von Luiſen, Herrn Reichharts dereinſti⸗ gen alleinigen Erbin, ſah Hilaritas in ſeinen Grund⸗ feſten bereits erſchuͤttert, denn Fritzens ſichtliche Ver⸗

lärung, als Renatens Name genaunt ward, war ihr eine untruͤgliche Ankerboje, ein ganz beſtimm⸗ tes Zeichen, daß hier mehr, als alte Auhaͤnglichkeit an der Jugendfreundin im Spiele war, daß wahre, in vollem Jugendfeuer ergluͤhende Liebe zu Rena⸗

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