in den Kopf ſetzen, die ihm vielleicht unter zehn Jahren noch nicht hineingehoͤren.“
„Aus ſeiner Bahn zu treten,“ entgegnete der Vater lebhaft,„ja von Anbeginn an bin ich gegen die Wahl dieſer Lebensbahn geweſen; nichts iſt dem Wechſel der Veraͤnderlichkeit mehr unterworfen, als der leidige Kaufmannsſtand. Vor drittehalb tau⸗ ſend Jahren bluͤhte in Athen ein Handel, von dem wir hier in unſerem Luͤnenſcheid keine Idee ha⸗ ben; die reichſten Handelspläͤtze waren in Thracien; heute nennt man das Land Rum⸗Jli, und von den Milliarden, die in der alten Zeit den Volkshan⸗
del belebten, iſt dort kein Kreuzer mehr vorhanden,
Alles verſtiebt und verſtaubt. Die Roͤmer—“
„Ach laß uns mit Deinen Griechen und Roͤ⸗ mern,“ fiel ihm Hilaritas in das Wort;„Fritz hat ſich ſeinen Stand freiwillig gewaͤhlt, und nichts iſt im Leben gefaͤhrlicher, als das Umſatteln, nichts unwiederbringlicher, als verlorene Zeit. Wir wollen auf Gott und den Herrn Pathen vertrauen, und unſeres Weges getroſt fuͤrbaß gehen.“
„Will auch nicht ſtoͤren,“ erwiederte der Kan⸗ tor etwas verſtimmt,„nur lag mir die Moͤglich⸗ keit, Fritzens Gluͤck zu machen, in Weidenwalde naͤher, als auf dem Reichhart'ſchen Comtoir. Du haͤtteſt nur Renatchen ſehen, und den Vater hoͤren ſollen, da waͤre Dir gewiß auch ſo ein Quergedanke durch den Kopf geflogen, wie huͤbſch es ſeyn muͤßte, wenn der Oberamtmann den Jungen zu ſich naͤhme, ihn zum Landmann umſtutzte, und ihm am Ende


