Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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Als waͤre Fritz in ein Feuer⸗Meer gekaucht, ſo gluͤhten ihm bei dieſer unerwarteten Rede, Stirn und Wange; das ſchaamhafte Auge war er nicht zu heben im Stande, und die Lippe wollte laͤcheln und konnte nicht. Sein allerheiligſtes Geheimniß, def⸗ ſen Beſitz er bis dahin noch ſelbſt nicht recht ge⸗ kannt hatte, ſeine Liebe zu Renaten, war ihm aus dem tiefſten Innern ſeiner Seele herausgeriſſen und auf den Martkt geſtellt.

Wie magſt Du, hob Hilaritas zum Manne gewendet, freundlich ſchonend an,den Fritz ſo in Verlegenheit ſetzen! Wie darf der aus ſeiner Ar⸗ muth und aus ſeinem Nichts, den Blick aufheben zur reichen vornehmen Oberamtmannstochter; in ſeinem Alter ſchon an das Heirathen denken; laß ihn erſt etwas Tuͤchtiges lernen und ſich ſeinen Grund bauen, und dann mag er freien, nach eige⸗ ner Wahl. Die Eltern ſollen fuͤr die Kinder nicht Brautwerber ſeyn; uns gebuͤhrt nur, den Kindern, wenn wir Gruͤnde haben, ihre Wahl zu mißbilli⸗ gen, dieſe mit Ruhe und Liebe auseinander zu ſe⸗ tzen, und, wenn wir glauben, daß blos voruͤber⸗ gehender Sinnenrauſch das Buͤndniß begründet habe, Entfernung oder Aufſchub zu bewirken. In ein Weiteres aber ſollen wir uns, ſobald der ge⸗ liebte Gegenſtand von unbeſcholtenem Ruf und Wandel iſt, und die jungen Leute ihr auskoͤmmliches Brod haben, nicht miſchen; Du aber willſt den Fritz aus ſeiner Bahn zu treten bereden, und ihm Dinge