Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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ihre ſcharfen Aeußerungen uͤber die Erbaͤrmlichkeit der Menſchen, die einzig und allein das Heil der Welt und alles Lebensgluͤck im Geldkaſten ſuchten. Das waͤr' ſo eine Mariage fuͤr Dich, ſagte, mit der Thuͤre in das Haus fallend, der Kantor! Huͤbſch iſt die Renate, das muß ihr der Neid laſſen; die Viſage wie Milch und Blut, am gan⸗

zen Koͤrper kein Unthaͤtchen, wohl etwas wild und

kaͤlbrig noch, indeſſen, das legt ſich mit den Jah⸗ ren, und, wenn auch mehrere Kinder da ſind; der Alte hat, als der Scheffel Korn ſeinen Louisd'or galt, und die Englaͤnder die Wolle mit Goldbar⸗ ren aufwogen, ein tuͤchtiges Stuͤck Geld zuſammen geſchlagen und alles auf die hohe Kante gelegt; ihre zwanzig, dreißig tauſend Gulden bekommt Re⸗ nate beſtimmt einmal auf ihr Theil, und damit laͤßt ſich in der Welt ſchon etwas anfangen. Zu⸗ dem iſt es eine Jugendgeſpielin von Dir, und, wie an ihrer Freude des Wiederſehens heute abzuneh⸗ men war, Dir nicht abhold, auch ſchien der Alte an Dir ſein Wohlgefallen zu finden, denn er ſprach, bis zum Hahnrei⸗Bruͤckchen, von nichts, als von Dir, Deiner Zukunft und dereinſtigen Beſtimmung; ſichtlich war ihm anzumerken, daß die Wahl Dei⸗ nes Standes ihm nicht zuſage, und ſattelteſt Du noch um, und gingeſt, ſtatt auf Comtoir, Boͤrſe und Packhof, hinaus auf Feld und Wieſe, und ver⸗ tauſchteſt den Kaufmann mit dem Landmanne, ich moͤchte faſt wetten, er ſchluͤge Dir ſein Renatchen nicht gb.