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eine Lackſchildlaus, zu deutſch Cochenille, uͤberlaufe ihm das ganze Geſicht, ſo roth ward er mit einem⸗ mal vom Kinngruͤbchen bis zum oberſten Stirn⸗ rande; von ſo etwas hatte der Vater noch nie mit ihm geſprochen, und nun ſollte er ihm, vor der ganzen löͤblichen Currende unter freiem Himmel ſa⸗ gen, wie ihm das Maͤdchen gefallen, deſſen Bild ſeine ganze Seele fuͤllte; zum Gluͤck wartete der ehrſame Kantor, der in das Abendgold der ſchei⸗ denden Sonne blinzelte, und daruͤm das Gluͤhroth auf den Wangen ſeines Sohnes nicht bemerkte, deſſen Antwort nicht ab, ſondern fuhr fort zu er⸗ zaͤhlen, wie ihn das gute liebe Kind von Herzen dauere.„Du beſinnſt Dich,“ ſagte er und legte den angezuͤndeten Schwamm in ſeinen Ulmer Pfei⸗ fenkopf, um den Polack vom Hinwege auszurau⸗ chen, und verpeſtete, ohne die Marter zu ahnen, die ſeine Rede in das tiefſte Innere des Eingebor⸗ nen goß, mit den Wolken⸗Ringeln ſeines ſengeri⸗
gen Hauptwachen⸗Knaſters, die abendliche Fruͤh⸗
lingsluft.„Du beſinnſt Dich auf Bartels Moritz; der Vater hat in der letzten Zeit mit einem gluͤck⸗ lichen Holzhandel ein enormes Geld zuſammen ge⸗ ſchlagen, auch, wie man ſagt, in der Hamburger Stadtlotterie ein ſchoͤnes Suͤmmchen gewonnen, vor Kurzem das ſchoͤne Gut Wollbeck gekauft, und den Kaufſchilling in blankem purem Golde auf einem Brette gezahlt. Moritz iſt das einzige Kind; Woll⸗ beck ſeine ſechszig, ſiebenzig tauſend Thaler werth, Nun iſt fuͤr die Gutspaͤchtee nichts heilbringender,


