Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſenkte es mit einem Geſicht zu den uͤbrigen Opfer⸗ gaben, in dem das widrige Gefuͤhl zu leſen war, auf ſolche erniedrigende Weiſe annehmen zu muͤſ⸗ ſen, was zur lieben Nahrung und Nothdurft un⸗ entbehrlich.

Wie konnte jetzt Fritz zur Tochter deſſen, der ſeinem Vater mit einer Art vornehmer Dickthuerei das goldfuchſige Almoſen hinwarf, aufblicken! Er ſchlug die Augen tief zur Erde nieder und wendete ſich abwaͤrts.

Paar und Paar zogen die Currendaner auf dem Heimwege uͤber die unabſehbare, mit neuem Gruͤn tapezirte Wieſe, und ſangen das alte Gellertſche Abendlied:Herr, der Du mir das Leben ꝛc. ihnen folgte der Kantor und der Oberamtmann, und den Beſchluß machten Fritz und Renate. Das Maͤdchen hatte noch tauſend Sachen zu erzaͤhlen und zu fragen, aber Fritz hoͤrte nur mit halbem Ohr; denn des Oberamtmanns Prahlgeſchenk, und des Vaters ſerviler Dank hatten ihm die Groͤße der Kluft verſinnlicht, die zwiſchen ihm, dem bettelar⸗ men Kantorsſohne, und Renaten, der reichen Ober⸗ amtmanns⸗Tochter, lag. Die Schuͤler ſangen der ſcheidenden Sonne entgegen den letzten Vers des Liedes decreſcendo, und Fritz, den Kopf voll wun⸗ derlicher Gedanken, ſang halblaut mit:

Mein Leben und mein Ende

Iſt Dein, in Deine Hände

Befehl ich, Mädchen, meinen Geiſt.

Clauren Schr. I.XI.