auch alle Frauen und Maͤdchen nach, die in den Gaͤrten arbeiteten, und Renatens kleiner Eitelkeit that es wohl, in den beifaͤlligen Aeußerungen der Doͤrflerinnen, Fritzens einſtimmiges Lob hinter ſich herziehen zu hoͤren.
Beide ſchwatzten in traulicher Unſchuld von den Freuden der Vergangenheit; jedes Plaͤtzchen gab ihnen Stoff zu den lebendigſten Erinnerungen. Hier unter den Linden hatten ſie Haſchens geſpielt; dort lief der Weg in den Laubwald, wo ſie des Morgens immer in die Dohnen gegangen; da un⸗
ten im Thale ſchlaͤngelte ſich das Fließ hin, in
dem, zum oroßen Gaudium der Kinder, im Juni gewoͤhnlich die Schaafe geſchwemmt worden waren. Hier der ſcharfkantige Granitſtein am Fußſteige— „beſinnen Sie ſich noch,“ fragte Renate, und blickte ihm mit freundlicher Herzlichkeit in das Auge,„wie Sie hier einmal mein Wunder⸗Doktor wurden?“
Fritz ſann vergeblich und geſtand, daß ihm die Geſchichte entfallen; da erzählte Renate, wie ſie hier mit mehreren Kindern zuſammen viel tolles Zeug getrieben, und unter andern einen Kreis mit den Geſichtern nach außen gebildet haͤtten; das Muͤl⸗ lermaͤdchen, Renatens Nachbarin, hatte im ſchnell⸗ ſten Drehen losgelaſſen, und Renate waͤre dadurch heftig aus dem Kreiſe geſchleudert worden, und mit der Stirne gerade auf die ſcharfe Kante des Gra⸗ nitſteins gefallen.„Ich ſchrie,“ fuhr ſie zwiſchen Lachen und Ruͤhrung fort,„als ſtaͤck' ich am Spieße, denn das Blut ſpritzte mir in weitem Bogen aus
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