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aͤrgerte ſich, daß ſie ſich des Wiederſehens ſo ge⸗ freut hatte, und daß er ſo huͤbſch war, und daß ſie ihm faſt wider Willen gut ſeyn muͤßte, und nahm ſich vor, ihn nun auch gar nicht mehr anzuſehen. Da hob Fritz, zum Oberamtmann gewendet, mit weicher Stimme an, wie ſich in ſo kurzer Zeit ſo viel doch anders geſtalten koͤnne.„Ihre gute herr⸗ liche Frau iſt ſchlafen gegangen, und Ihre lieben, lieben Kinder— ſind alle von hiunen gezogen. Der ehrliche Peter ſchon Hauptmann; Chriſtelchen ſchon Mutter; Franz ein wackerer Bruder Studio, und Renatchen? Ihr niedliches Neſthaͤkchen, mein wildes Kaͤlbchen, wo iſt denn das hingekommen?“ „Nun, Freund,“ entgegnete der alte Oberamt⸗ mann, und nahm Renate, die eben neben ihm ſtand, lachend bei der Hand,„iſt denn das Mäd⸗ chen Ihnen ganz aus dem Gedaͤchtniß gewachſen?“ Und die roſige Jungfrau ergluͤhte unter ſchalkhaf⸗ tem Lächeln, und konnte das Feuerauge nicht auf⸗ ſchlagen, denn Fritz verſchlang ſie mit ſeinem Blick, und wollte kaum glauben, daß das runde, dralle Ding von ehedem, die vor ihm ſtehende uͤppig ſchlanke Geſtalt ſeyn koͤnne; er wollte ſeiner Ver⸗ wunderung Worte geben, allein der Oberamt⸗ mann ließ ihn dazu nicht kommen, ſchenkte von Neuem die Glaͤſer voll und trank auf die Freude des glücklichen Wiederſehens, und als Renate und Fritz mit einander anſtießen, begegneten ſich ihre Blicke, und die Knoſpe der Kinderfreundſchaft be⸗ gann, mwie es Fritzen bedünken wollte, ſich zur
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